GESCHICHTE VON COSTA MARTIÁNEZ

WAS IST DIE COSTA MARTIÁNEZ

Die Tourismusanlage Costa Martiánez, auch bekannt als Lago Martiánez, ist eine Erholungs- und Freizeitanlage aus sieben künstlichen Meerwasser-Pools und einem großen See, dazu Gärten, Terrassen, Inseln, Aussichtspunkten, Sonnendecks, Kultureinrichtungen, Bars und Restaurants. Sie ist heute das Wahrzeichen und die Hauptsehenswürdigkeit von Puerto de la Cruz (Teneriffa), der traditionsreichsten und elegantesten touristischen Stadt der Kanarischen Inseln (Spanien).

Costa Martiánez erstreckt sich auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern und gibt dem Teil der Küste von Puerto, der nicht als Strand oder Erholungsbereich genutzt werden konnte, ein neues Aussehen. Das Areal erstreckt sich auf Flächen, die dem Meer an der gleichnamigen Küste abgewonnen wurden. Es sollte den Bedarf an Erholungsgebieten zu decken, der in dieser Stadt im Norden der Insel, mittlerweile einem bedeutenden Ziel des internationalen Tourismus, entstanden war.

Der Complejo Costa Martiánez ist der Stolz von Puerto de la Cruz und ganz Teneriffa. Die Qualität und die Schönheit der Anlage bieten dem Besucher ideale Bade- und Erholungsmöglichkeiten. Dank des privilegierten Klimas der Kanarischen Inseln kann sie ganzjährig genutzt werden.

Die Besucher des Parks können bestätigen, dass es sich um eine außergewöhnliche Attraktion handelt; und diese Ansicht wird von zahlreichen Berühmtheiten aus Kunst und Kultur geteilt. 1979 wurde dort die Wahl der Miss Europa abgehalten, die Insel in der Mitte des Areals diente auf zahlreichen Kongressen als Ort für Empfänge und Dinners.

Bauphase 2: Los Alisios (1967)

Piscinas Los Alisios (1967)

Bauphase 3: Lago Martiánez (1977)

Lago Martiánez (1977)

Bauphase 3: Lago Martiánez

Im Jahr 1970, bei einer Besprechung der Ingenieure und des Künstlers, schlug dieser den Bau eines großen Sees vor und zeichnete einen Entwurf. Die Ingenieure bauten zunächst ein Modell und berechneten die technische Durchführbarkeit des Projekts. Schließlich entschloss sich die Stadtverwaltung im Jahr 1972 zum Bau des künstlichen Sees. Die Insel im See ist Teil eines späteren Projekts, das 1974 ins Leben gerufen wurde. Sie wurde unter dem Meeresspiegel angelegt und von César Manrique gestaltet. Die Insel stellt eine bautechnische Meisterleistung dar.

Die Anlage ist insgesamt 33.000 Quadratmeter groß, davon sind 15.000 m² Sonnendecks, 15.000 m² Pools, der Rest entfällt auf die Insel. Das Schwimmbecken hat die Form eines großen Kreises, mit einem angefügten kleineren Kreis für das Kinderbecken. Im See erheben sich fünf Inseln. Die größte Insel liegt in der Mitte und beherbergt ein Restaurant, einen Festsaal und Gärten.

César Manrique schuf für dieses Projekt eine Reihe von Skulpturen: Monumento al Mar (1977) im Kinderbecken und Barlovento (1977). Zudem integrierte er die Werke Raíces al viento und Hommage an Wilhelm Reich, erstere bestehend aus einer Gruppe umgedrehter Bäume, letztere aus einem einzigen, robusten und gedrungenen Baum.

Im Jahr 1976 gliedert die Stadtverwaltung das 1957 erbaute, 5.000 Quadratmeter große San-Telmo-Bad an.

Ergänzend zu den Bademöglichkeiten bietet der Park ein breites Angebot an Bars, Restaurants und Kiosks, sowie einen für alle Arten von Veranstaltungen geeigneten Festsaal auf der Hauptinsel.

Schließlich wurden entlang der Avenida de Colón eine Reihe von Elementen der traditionellen Architektur platziert, wie zum Beispiel die Pförtnerhäuschen am Eingang des Bades, die von denen der Einsiedlerfestung von San Telmo inspiriert wurden.

Zehn Jahre nach dem ersten Entwurf des Projekts wurde der Lago Martiánez am 30. April 1977 feierlich eröffnet.

1995 wird die gesamte Anlage Costa Martiánez – Lago Martiánez in der Kategorie Historische Parks zum „schützenswertem Ort von besonderer kultureller Bedeutung“ erklärt.

TECHNISCHE BESCHREIBUNG

Herzstück des 33.000 Quadratmeter großen, dem Meer abgewonnenen Areals ist der von Sonnendecks und Gärten umgebene, mit Meerwasser gefüllte See. Auf ihm erheben sich fünf Inseln, deren größte ein Restaurant, einen Festsaal, Terrassen etc. beherbergt.

Der gesamte Park wurde mit großem künstlerischem Gespür entworfen. Lauschige Winkel mit ornamentalen Details und heimischen, aus verschiedenen Regionen der Insel stammenden Pflanzen schaffen ein harmonisches und angenehmes Ambiente.

Für den Bau des Lago Martiánez wurden verwendet:

  • 5.600 Kubikmeter Erdaushub

  • 27.800 Kubikmeter Beton

  • 1.600 Meter hochohmiger Draht

  • 1.400 Meter Steinstufen

  • 2.100 Kubikmeter Vulkangestein

  • 4.450 Meter Rohrleitungen

  • 3 Elektropumpen-Gruppen

  • 2 Vakuumpumpen

  • 10 elektromagnetisch gesteuerte Ventilklappen.

Für die Elektrik wurden verwendet:

  • 8.000 Meter PVC-Rohr

  • 60.000 Meter Kabel

  • 125 Verteilerkästen

  • zwei 100kVA-Trafo- und Verteilergruppen für die Pumpen und die Beleuchtung

  • ein 150kW-Notstromaggregat

  • ein Niederspannungs-Verteiler

  • 650 Unterwasserlampen, 31 Lampen für das Meer, 400 Beleuchtungselemente in  den Gärten und 190 im Festsaal

Zudem wurde ein unter dem Wasser verlaufender Betriebstunnel gebaut, der die Hauptinsel mit der Straße verbindet und eine 125CV-Pumpe enthält, die einen 20 Meter hohen Wasserstrahl über die Oberfläche des Sees wirft.

FUNKTIONSWEISE

Das Wasser wird mit Hilfe eines ausgefeilten Systems aus Pumpen direkt aus dem Meer geholt, aufbereitet und auf seine bakteriologische Qualität kontrolliert. Die Austauschfrequenz garantiert höchste Hygienestandards.

Das Leeren des Sees dauert zwei Stunden, das Füllen sechs Stunden. Dieses Entleeren und Neubefüllen wird mehrmals die Woche durchgeführt. Besonders spektakulär ist das Füllen des künstlichen Sees durch bis zu 30 m hohe Fontänen.

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